Interview Homer
15. Januar 2013

Caren Benedikt

Exklusiv im HOMER Lesertreffpunkt:
Ein Autoren-Interview mit Caren Benedikt

In meiner Kindheit las ich gerne ...
Bücher von Mark Twain, Astrid Lindgren und gern auch ein bisschen Science-Fiction

Mein (ursprünglicher) Beruf hat ...
mir eine gute Grundlage für das Schreiben ermöglicht.

 

Ich schreibe am liebsten ...
nachts, wenn sich diese besondere Stille über das ganze Hause legt. Wenn ich mich um nichts kümmern muss, und einzig unsere Katze sich in meinem Büro zusammenrollt, während meine Geschichten zum Leben erwachen.

Mein aktuelles Lieblingsbuch ist ...
...hm, das sind viele. Da kann ich mich nicht festlegen

Vor dem Schreiben ...
mache ich meine Lieblings CD an, koche mir einen Tee, lese die letzten vier oder fünf Seiten, um wieder in meinen Text zu kommen. Dann finden die Finger wie von selbst die Tastatur und weiter geht's.

Nach dem Schreiben ...
bin ich erst einmal erschöpft und mag es sehr, wenn meine Kinder mich in die reale Welt zurückholen, von ihren Erlebnissen des Tages erzählen und alles wieder ein bisschen sacken kann.

Mich inspiriert ...
der Umgang der Menschen untereinander. Ihr Verhalten, ihre Leidenschaften und natürlich auch ihre Abgründe.

Früher...
habe ich immer gedacht, meine Art zu schreiben wäre nicht richtig, weil ich stets ganz und gar eintauche und oft selbst noch nicht weiß, was passieren wird. So überraschen mich meine Figuren immer wieder. Heute weiß ich, dass es unterschiedliche Arten des Schreibens gibt. Das muss jeder für sich herausfinden..

Neben dem Schreiben...
brauche ich den Ausgleich durch Sport, um den Kopf frei zu bekommen.

Am liebsten bin ich ...
ja, das klingt langweilig, aber tatsächlich Mutter. Ich finde unsere Kinder einfach grandios, ihre Art, die Welt zu betrachten .

Wenn ich nicht schreibe ...
gehen mir schon die nächsten Ideen durch den Kopf und Figuren, die ich noch gar nicht kenne, pochen darauf, ihre Geschichte zu erzählen.

Mein liebster Arbeitsplatz ist ...
tatsächlich mein Büro. Ich habe mir diesen Raum genau so eingerichtet, wie ich ihn schön finde und mich dabei von niemanden beeinflussen lassen. Ich fühle mich sehr wohl dort.

In meinem Arbeitszimmer...
herrscht totale Harmonie. Ich habe gerne Ordnung um mich herum. Dann schreibe ich am besten.

Meine Vorbilder als Autoren sind ...
vor allem Ken Follett. Ihm ist gelungen, was wohl nur die wenigsten von sich sagen können. Er schreibt in verschiedenen Genres, und das auf eine sehr glaubhafte und intuitive Weise. Was er kann, könnte ich auch gern.

Besonders gerne beschäftige ich mich mit dem Zeitalter ...
Mittelalter. Und hier gar nicht so mit den großen Herrschern und Führern des Landes. Es sind die kleinen Leute und deren persönliche Art, mit den Schwierigkeiten und natürlich auch schönen Seiten des Alltags umzugehen, die mich faszinieren.

Ich reise am liebsten mit ...
dem Flugzeug und dem Auto, je nach Länge der Strecke.

Spannung ist für mich, wenn ...
ich immer hektischer schreibe und merke, wie die Geschichte an Fahrt aufnimmt, ohne dass ich noch großen Einfluss habe.

Die Zukunft? Da denke ich, dass ...
ich gerne hätte, dass es so weitergeht.

Ein gutes Buch für mich...
Abtauchen, Mitfühlen, Tränen des Glücks und der Verzweiflung weinen. Und am Ende des Buches das Gefühl, Freunde zu verlieren und einen schweren Abschied zu haben.Frage und Antwort